Ecuador und Galapagos-Inseln 1996

Nach unserer Landung in der Hauptstadt von Ecuador gewöhnen wir uns erst einmal an die Höhe (2800 m) und machen einen Ausflug zum nahen Äquator. Dann folgt ein Abstecher in den Amazonas-Dschungel: die vielen Pflanzen und Tiere, die Farben und Formen im Urwald sind äußerst vielfältig und sehr lohnende Fotomotive. Nur die verschiedenen Gerüche und Geräusche werden nicht dokumentiert.

Als nächstes kommt das Bergsteigen an die Reihe: zunächst eine Besteigung des Hausberges von Quito Ruccu Pinchincha (bereits über 4000 m hoch)  und eine Akklimatisationstour auf eine fast 4800 m Hütte. Während meine Begleiterin noch einen zweiten Dschungeltrip durchführt, brauche ich für die weiteren geplanten Touren auf die schwierigeren Berge einen Seilpartner, da es viele Gletscherspalten gibt.

Mit dem Schweizer Bergführer Benno starte ich zuerst zum Cotopaxi. Am nächsten Morgen sind wir bei Sonnenaufgang als Erste auf dem Gipfel und umrinden noch den ganzen Kraterrand in 5800 m Höhe. Einen Tag später stehen wir bereits auf dem nächsten Berg, dem Iliniza Sur, dessen vereister Gipfel Steigeisenkletterei erfordert.

Zum letzten Gipfel, dem Chimborazo und höchstem Berg des Landes,starte ich wieder alleine. Da am Tag zuvor viele Gruppen auf dem Gipfel waren, mache ich mir keine großen Sorgen, auch wenn es frisch geschneit hat. Aber der Zufall will es, dass ich an diesem Tag der einzige Gipfelaspirant bin (Start um 2 Uhr morgens). Da meine Taschenlampenbatterie schon recht leer ist und ich in der Dunkelheit den verschneiten Weg verfehle, gehe ich aus Versehen eine neue Route! 

Den Gipfel erreiche ich um 8 Uhr und bin zwei Stunden später schon wieder auf der Hütte - und zwar auf dem gleichen Weg wie mein Aufstieg, da dieser Weg für einen Sologänger sicherer ist. Am späten Nachmittag bin ich - nur vier Tage nach dem Start und mit drei schönen Gipfelerfolgen - schon wieder in Quito zurück.

Als Abschluß fliegen wir noch eine Woche auf die Galapagos-Inseln, die 1000 km vor der Küste von Ecuador liegen. Auf einem Boot, das acht Passagiere mitnehmen kann, fahren wir von Insel zu Insel und machen mehrere Landausflüge zur einmaligen Tierwelt. Die Tiere hier haben keine natürlichen Feinde und sind überhaupt nicht scheu - man muss sogar aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf einen brütenden Vogel tritt. Besonders faszinierend sind die urweltlichen Tiere wie  Riesen-Echsen oder Riesen-Schildkröten, Seelöwen oder Robben - und wir sehen sogar Wale im Meer. Diese unglaubliche Artenvielfalt ist der eigentliche Höhepunkt unserer Reise!


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© Dr. med. Walter Treibel, 2011