Informationen zu Einlagen

Sie werden verwendet um angeborene oder erworbene Fußdeformitäten zu korrigieren. Bei älteren Patienten dienen sie zur Schmerzlinderung, bei jüngeren auch zur Prophylaxe. Manchmal helfen sie auch bei einer Fehlstatik von Knie und Hüftgelenken oder bei Behandlung von Wirbelsäulenschmerzen sowie bei Fersensporn-Beschwerden, ebenso wie verschiedene Schuhzurichtungen (z.B. seitliche Schuhranderhöhungen, Absatzerhöhungen bei Beinlängendifferenzen oder Schmetterlingsrollen zum besseren Abrollen).

„Normale Einlagen" sind für Halb- und Winterschuhe gedacht, Sporteinlagen eignen sich für Turn-/ Laufschuhe, Wanderstiefel oder Skischuhe. Lange Einlagen über die ganze Sohle passen normalerweise in alle bequemen, nicht zu kleinen Schuhe, ansonsten können extra dünne Einlagen - z.B. für berufliche Zwecke - verschrieben werden. Eine weitere Alternative sind ¾-lange Einlagen, da immer genug Platz für die Zehen bleibt und die Schuhform (spitz oder breit) keine Rolle spielt.
Ggf. können sogenannte „Längs- und Quergewölbestützen"  direkt in leichtere Schuhe fest eingearbeitet werden. Sie eignen sich deshalb auch bei (halb-) offenen Schuhen wie Sandalen, Hausschuhen oder eleganten Damenmodellen. Sie können nicht mehr verrutschen und lassen genügend Platz für den Zehenraum.

Der Fußabdruck für die Einlagenversorgung wird mittlerweile durch Einscannen auf einer Glasplatte im Computer gespeichert, was zu einer besseren Anpassung führt sowie eine nochmalige Versorgung erleichtert.


Hauptsächliche Diagnosen für Einlagenversorgung
(Entzündl.) Spreizfuß, Senkspreizfuß (= Plattfuß), Senkspreizknickfuß, Knicksenkfuß, Hohlspreiz­fuß sowie Hallux valgus „Großzehenballen", Hallux rigidus (eingeschränkte/schmerzhafte Beweg­lichkeit der Großzehe), Großzehenarthrose, Krallenzehen, Fersensporn, Fußinstabilität oder Beinlängendifferenzen.


Basismaterial der Einlagen

Elastikmaterial (stabiler oder dünner Schaumstoff in Schalenform)

Kunststoff (vorgeformte Platte = noch elastisch und stabil)

Dur-Aluminium (Metallplatte = starr, sehr stabil, für Übergewichtige)

Oberfläche der Einlagen 

Lederdecke glatt = angenehmer Tragekomfort, robust

Birkolon (Alcantara) = aufsaugender, robuster Bezug für Bergschuhe

Kunststoffdecke = weich, abwaschbar (für Sportschuhe und Kinder)


Gebrauchshinweise
Die Einlagen müssen - wie Schuhe - erst eingelaufen werden, evtl. am Anfang nur stundenweise tragen! Ggf. muß noch etwas nachgearbeitet werden. Ein positiver Effekt bei schon jahrelangen Fußdeformitäten ist auch nicht sofort zu erwarten. Wenn die Einlagen durch häufiges Tragen, v.a. bei Schweißfüßen, unansehnlich bzw. rißig geworden sind, können sie neu bezogen werden. Bei starkem Gebrauch lohnt sich vielleicht ein 2. Paar Einlagen, damit nicht dauernd gewechselt werden muß. Dadurch können die Einlagen zusätzlich besser trocknen bzw. auslüften und halten durch die geringere Beanspruchung auch länger.

Maximale Anzahl und Zuzahlungspflicht
Pro Jahr maximal 2 Paar Einlagen. Bei allen Einlagen muß der Kassenpatient in der Regel eine Eigenbeteiligung leisten, die etwa bei 20 -30 Euro pro Paar liegt.

 

 

Praxisübergabe an Dr. Seppel und Hench ab dem 1.7.2018

Ende Juni 2018 habe ich nach fast 23 Jahren meine Praxistätigkeit beendet und an meine Nachfolger Dr. Seppel und Hench übergeben.

Beide sind erfahrene und kompetente Orthopäden und Unfallchirurgen. Sie sind nach einer längeren Umbauphase in den gleichen Praxisräumen mit derselben Telefonnummer weiter für Sie da sein, können Ihnen aber auch zusätzlich neue Therapien und eigene Operationen anbieten.  

Beide Kollegen stehen Ihnen mit längeren Praxisöffnungszeiten und weniger Urlaubszeiten als bisher zur Verfügung. Ich hoffe, Sie schenken dem neuen Praxisteam das gleiche Vertrauen wie mir.

 

 

© Dr. med. Walter Treibel, 2018